Vorarbeiten

Zur Grundlagenschaffung für das Projekt wurden bereits einige Vorarbeiten gemacht. Im Jahr 2007 wurden am Modell eines Einfamilienhauses erste interaktive Möglichkeiten wie das Öffnen von Türen getestet. 

Die Darstellung des Modells innerhalb der Game-Engine war dabei noch sehr unrealistisch und von schlechter Qualität. Wenig später wurde die 3D-Engine Biont3D zur Online-Darstellung überprüft. Hierbei wurde ein komplexes Modell eines Hotels verwendet, welches browserintern (also beispielsweise im Internet Explorer) von jedem Computer mit Internetzugang aufgerufen und begangen werden konnte.

Auch hier war die Darstellungsqualität noch unbefriedigend, was jedoch an den verwendeten Texturen und dem Modell selbst lag, jedoch konnte die Möglichkeit einer Onlinedarstellung erfolgreich getestet werden. 2008 erfolgte die Umsetzung eines Häuserblocks der Altstadt der nordhessischen Kleinstadt Melsungen. Hier wurde besonderer Wert auf die Szene-Gestaltung (Untergrund, Pflanzen, Belichtung) gelegt und Erfahrungen mit der Fassadendarstellung gesammelt.

Erstmals wurde durch Shadowmaps versucht, globale Beleuchtung zu simulieren. Dadurch näherte sich das Modell der Qualität eines Offline-Renderings in Teilen an. Auch wurde hier schon Wert auf eine unkomplizierte Steuerung gelegt, welche mit einem handelsüblichen Gamepad erfolgen konnte. Wenig später entstand schließlich die Rekonstruktion eines zerstörten innerstädtischen Raums: der Friedrichsplatz in Kassel wurde mitsamt über 20 Gebäuden digital in seinem Zustand um etwa 1940 nachgebaut. Verschiedene Detailierungsgrade der Gebäude wurden auf Aufwand und Performancetauglichkeit überprüft, es wurde auf eine realistische Texturierung, Bewegung des Betrachters und Beleuchtung geachtet. Erstmals flossen weitergehende interaktive Möglichkeiten in das Modell mit ein: Informationen zu historisch bedeutsamen Gebäuden können auf Knopfdruck angezeigt werden, ein im Krieg zerstörtes Gebäude kann ausgeblendet und mit dem später entstandenen Neubau an seinem Platz überblendet werden.

Das EFH-Modell der ersten Versuche wurde in einem weiteren Test nochmals grundlegend überarbeitet und für die browserinterne Engine Biont3D angepasst. Wiederum wurde durch Shadowmaps versucht, dem Modell (hier insbesondere dem Wohnraum) einen realistischen Charakter zu verleihen.